logo
Startseite ›  Erlebnis Frankenwein ›  Aktuelles_Detail

Deutsche Weinkönigin und ihre Prinzessinnen besuchen das Fränkische Anbaugebiet

0 Kommentare

Getreu dem Sprichwort „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“, zeigte sich das fränkische Anbaugebiet am vergangenen Wochenende (26. – 28.05.17) beim Besuch der Deutschen Weinkönigin Lena Endesfelder und ihrer beiden Weinprinzessinnen Mara Walz und Christina Schneider von seiner allerbesten Seite: Strahlender Sonnenschein, durchwegs 30 Grad und tolle Frankenweine.

Den Auftakt der dreitägigen Besuchstour in Franken, die auch den Titel „Auf den Spuren der Bayerischen Staatsehrenpreisträger 2016“ haben könnte, bildete das für seine feinen Silvaner bekannte Weingut Rainer Sauer in Escherndorf (Lkr. Kitzingen). Nach einer kurzen Begrüßung, einigen Informationen zum Weingut und zur Betriebsphilosophie sowie einem leckeren Rotling Secco Saignée im Glas führte Juniorchef Daniel Sauer die königliche Reisegruppe durch den 15-Hektar-Betrieb. Abgerundet wurde der erste Tag durch einen Besuch des bekannten und beliebten Weinfestes in Nordheim, dem Heimatort der Deutschen Weinprinzessin und Fränkischen Weinkönigin 2016/2017 Christina Schneider.

Am zweiten Tag führte die Reise die drei Weinhoheiten nach Iphofen (Lkr. Kitzingen) ins Weingut Hans Wirsching, einem der größten und bekanntesten Privatweingüter Frankens. Im Gespräch mit Andrea Wirsching und ihrem Vater Dr. Heinrich Wirsching erfuhren die Hoheiten in Theorie und Praxis, dass man sich bei Wirsching voll und ganz dem Silvaner, der Scheurebe und dem Riesling verschrieben hat. Beim Rundgang durch den Betrieb erfuhren die jungen Frauen auch, dass erst kürzlich im Weingut Wirsching der erste koschere Wein aus Franken vorgestellt worden war. Über die Produktion des koscheren Weines berichtete Andrea Wirsching, dass die Herstellung äußerst aufwändig sei: „Alle Geräte zur Lese und Verarbeitung müssten unter Aufsicht eines Rabbiners gesäubert werden, der koschere Wein werde in einem versiegelten Edelstahltank vergoren, die Flaschen dürften nicht mehrmals befüllt werden. Außerdem dürften im siebten Jahr keine Trauben gelesen werden.“

Nach der Verkostung einiger erlesener Tropfen fuhren die Weinhoheiten in die Iphöfer Weinberge. Vorbei am Museumsweinberg stand dann ein kurzer Halt beim terroir f, einem einzigartigen Aussichtspunkt mitten in den Weinbergen, der 2016 vom Deutschen Weininstitut zur schönsten Weinsicht Frankens gekürt wurde, auf dem Programm.

Danach folgte die Mittagspause im Gasthof Patrizierhof der Familie Grebner in Großlangheim. Nach einer kurzen Begrüßung durch Weinbaupräsident Artur Steinmann und den Juniorchef des Gasthofes und des gleichnamigen Weingutes Björn Grebner hatten die Weinhoheiten Gelegenheit, die fränkische Küche in wunderschönem Ambiente von ihrer besten Seite kennenzulernen.

Frisch gestärkt ging es dann weiter zum Winzerhof Kieselsmühle inmitten der Dettelbacher Weinberge. Im 400 Jahre alten Gewölbekeller hieß das Winzerehepaar Werner und Petra  Schmitt den hohen Besuch willkommen und stellte den typischen Familienbetrieb vor, bei dem alle mitanpacken müssten, egal ob Tochter Anna-Lena, die momentan in Geißenheim Weinbau studiert oder auch Tochter Katharina, die aktuell als Weinprinzessin ihren Heimatort Dettelbach (Lkr. Kitzingen) repräsentiert. In der Kieselsmühle durften Lena Endesfelder, Mara Walz und Christina Schneider noch eine besondere Dettelbacher Spezialität, die sogenannten „Dettelchen“ kennenlernen. Bei den Muskatzinen handelt es sich um ein köstliches Gebäck, dass auch zu einem Glas Frankenwein einen besonderen Genuss darstellt. Abschließend ging es mit der Winzerfamilie Schmitt zum Sagen- und Mythenweg auf die Dettelbacher Höhe, von wo die drei gekrönten Häupter einen wunderbaren Blick auf Dettelbach mit seinem spätgotischen Rathaus und den Ausläufer der Mainschleife hatten.

Bevor der zweite Besuchstag in Franken sein Ende fand, ging es vom Landkreis Kitzingen in den Landkreis Main-Spassart. Dort stand in Eußenheim der Besuch des Weinguts Höfling auf dem Programm. Bei einer kurzen Betriebsführung hatte der königliche Besuch die Gelegenheit, den Gewölbekeller zu erkunden und die erlesenen Weine zu verkosten, mit denen Winzer Klaus Höfling alljährlich bei nationalen und internationalen Prämierungen auf den vordersten Plätzen landet. Außerdem informierte Höfling die Damen auch über die ortsansässige und weit über Frankens Grenzen hinaus bekannte Büttnerei Aßmann.

Abschließend traf die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder mit ihren beiden Weinprinzessinnen am Abend noch bei einem Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke in Würzburg auf die amtierende Fränkische Weinkönigin Silena Werner. Aufgrund zahlreicher Termine in Regensburg und München hatte Silena leider keine Zeit, den Besuch durch das Frankenland zu begleiten.

Absoluter Höhepunkt des dreitägigen Besuches in Franken bildete dann am Sonntagvormittag die Einweihung des neuen terroir-f Aussichtspunktes im Frickenhäuser Kapellenberg. Beim Festgottesdienst zur offiziellen Einweihung des zehnten „Magischen Ortes“, der unter dem Thema „Glauben und Wein“ steht und das „Letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci zeigt, durften die Weinhoheiten auch die Bayerische Landtagspräsidentin Barbra Stamm kennenlernen. Schnell waren sich die Weinhoheiten einige, dass der „magische Ort“ in Frickenhausen etwas ganz Besonderes sei. Und die Deutsche Weinprinzessin und ehemalige Fränkische Weinkönigin Christina Schneider betonte in ihrem Grußwort, „dass Heimat kein Ort sei, sondern ein Gefühl, und dieses Gefühl habe man hier!“ Dem stimmte auch die Landtagspräsidentin zu: „Heimat ist wichtig. Es ist ein Ort, an dem man Kraft schöpfen und Energie auftanken kann!“

Zum Abschluss der dreitägigen Frankentour besuchten die Hoheiten noch die terroir f-Aussichtspunkte in  Sommerhausen und Eibelstadt.

Kommentare
Kommentar abgeben:



Ich bin damit einverstanden, dass diese Informationen elektronisch gespeichert werden.*
Zurück