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Freisprechung Winzer und Weintechnologen

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Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr 21 Winzer/innen und drei Weintechnologen/innen gemeinsam von den Pflichten der Berufsausbildung freigesprochen. In der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim überreichte ihnen LWG-Präsident Dr. Hermann Kolesch zusammen mit dem Ausbildungsbeauftragten des Fränkischen Weinbauverbandes Martin Reinhard und dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt Max-Martin W. Deinhard die Abschlusszeugnisse und Urkunden. 

Prüfungsbester bei den Winzern wurde Julian Gierer, der seine Ausbildung im Weingut Rudolf Fürst (Bürgstadt) absolviert hat, gefolgt von Thomas Patek (Weingut Horst Sauer, Escherndorf) und Christina Lutz (Weingut Zehntkeller, Iphofen). Alle drei konnten sich über eine „1“ vor dem Komma freuen. Florian Winkelhöfer, der im Weingut Juliusspital (Würzburg) gelernt hat, setzte sich bei den Weintechnologen an die Spitze. 

„Ich spreche Sie von den Aufgaben Ihrer Berufsausbildung frei und heiße Sie willkommen in den Reihen des Weinbaus. Ab sofort helfen auch Sie mit, die Erfolgsgeschichte des Weinbaus weiter fortzuschreiben. Denken Sie daran: Es gibt immer einen Anschluss nach einem Abschluss“, sagte der Ausbildungsbeauftragte des Weinbauverbandes Martin Reinhard. Er bedankte sich bei Ausbildungsberater Michael Braun (LWG), den Ausbildungsbetrieben, der Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt und dem Prüfungsausschuss für ihr großes Engagement.

„Sie verlassen jetzt den geschützten Übungsraum und treffen zukünftig ihre eigenen Entscheidungen. Die Freisprechung ist ein erster und ganz wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit. Sie haben eine erste Hürde mit Bravur genommen,“ sagte Dr. Hermann Kolesch und wünschte den Jungwinzern viel Erfolg für die Zukunft.  

Kolesch appellierte an die Eltern, dass sie ihren Kindern einen Freiraum lassen und Auslandsaufenthalte ermöglichen sollten: „Es fangen jetzt die Wanderjahre an. Lassen Sie es zu! Aufenthalte in einem romanischen Anbaugebiet und in einem Land der Neuen Welt sollten in jedem Lebenslauf vertreten sein.“ Außerdem ermunterte er die Jungwinzer, eine Technikerausbildung oder ein Studium anzustreben.

Die Ausbildung zum Winzer dauert normalerweise drei Jahre. Das erste Jahr ist ein Berufsschuljahr in Vollzeit. Danach folgen zwei Jahre in einem Ausbildungsbetrieb mit einem Berufsschultag in der Woche. Abitur, Fachabitur und ein außerlandwirtschaftlicher Berufsabschluss können die Lehrzeit verkürzen. Neben der Wissensvermittlung in den Weinbaubetrieben bilden Traubenproduktion, Kellerwirtschaft, Sensorik, Betriebswirtschaft und Marketing die Schwerpunkte der schulischen Ausbildung.  

Die Berufsabschlussprüfung Winzerin/Winzer 2017 haben erfolgreich bestanden:
Philipp Aufderheide (Klingenberg), Bastian Baldauf (Ramsthal), Rafet Cam (Bergtheim), Daniel Eilers (Würzburg), Julian Gierer (Bürgstadt), Lukas Grün (Oberscheinfeld), Franz Grundler (Hösbach), Marcel Gümpelein (Willanzheim), Philipp Hofmann (Waldbüttelbrunn), Marco Kissner (Buchbrunn), Konstantin Kraus (Volkach), Jonathan Lenartz (Würzburg), Christina Lutz (Iphofen), Thomas Patek (Würzburg), Jona Pfannmüller (Alzenau), Jonas Sittauer (Leinach), Elmar Spall (Hohestadt), Anna Steinmann (Sommerhausen), Christin Wagner (Weikersheim), Marion Wunderlich (Tauberrettersheim) und Julian Ziegler (Kolitzheim).

Die Berufsabschlussprüfung Weintechnologin/Weintechnologe 2017 haben erfolgreich bestanden:
Johanna Gamm (Markt Einersheim), Florian Winkelhöfer (Würzburg) und Theo Wich (Markt Einersheim).

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